Die heutige Pfarrkirche „Sieben Schmerzen Mariens“ wurde in neuzeitlichem Baustil in den Jahren von 1967 bis 1969 errichtet. Die Architekten Neundorfer und Seemüller zeigten seinerzeit Möglichkeiten der Verwendung moderner Materialien im Sakralbau auf.
Nachdem die Kirche bereits Ende der Achtziger Jahre einen neuen Innenanstrich erhalten hatte, wurde nach über dreißig Jahren eine Sanierung der Außenfassade unumgänglich. Das überwiegend aus Sichtbeton bestehende Bauwerk in Form eines Schiffes wies witterungsbedingte Schäden an den Außenwänden sowie an der Regenwasserableitung auf.
Im Jahre 2002 wurden somit Fachfirmen mit den anfallenden Restaurationsarbeiten beauftragt. Das Kostenvolumen belief sich hierbei auf etwa 115.000 €, wovon 70 % von der Diözese übernommen wurden. Der Restbetrag musste von der Pfarrgemeinde getragen werden. Dieser wurde durch Spenden und Entnahme aus der in über dreißig Jahren gebildeten Baurücklage finanziert.
Hinsichtlich der Farbgebung haben sich die Gremien von Kirchen- und Pfarrgemeinderat für einen hellbeigen Ton entschieden. Als Kontrast wurde die Farbe Weinrot gewählt. Ein zusätzlicher Glanzpunkt wurde mit der Vergoldung des Kirchturmkreuzes gesetzt. Die östliche Fassade wird noch um das Spruchband „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ ergänzt. Die Sanierungsarbeiten wurden in den Sommermonaten des Jahres 2002 durchgeführt.
Der in neuem Glanz erstrahlende Kirchenbau stellt ein bereits von Weitem sichtbares Wahrzeichen des Ortes Gundelsheim dar.